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Unternehmensgeschichte mal anders
Stefan Hobratschk, Mitbegründer von estos im Gespräch 

Die Entstehungsgeschichte von Firmen ist jedesmal eine andere. Bei estos gab eine WG den Anstoß zum heutigen Technologieführer-Unternehmen. Stefan Hobratschk, damaliger Mitbewohner und estos Gründer im Gespräch zu der Unternehmensgeschichte von estos mit Susanna Heine, Deputy Head of Marketing & Communications bei estos.

Die Entstehungsgeschichte der estos GmbH

Susanna: „Wann habt ihr gemerkt, dass in eurer Idee richtig viel Potential steckt?“

Stefan: „Relativ früh. Zu der Zeit keimte gerade der PC Markt auf. ISDN wurde eingeführt,  die Verwendung des Internets nahm in der Wirtschaft zu und befand sich in der anfänglichen kommerziellen Phase. Für uns war schon zu Beginn klar, dass das Zusammenrücken zwischen Telekommunikation und Computer zahlreiche neue Möglichkeiten bieten würde. Das Zusammenwachsen, also die Konvergenz zweier Welten zu einer hat uns fasziniert. Uns war klar, dass gemeinsame Schnittstellen notwendig sein würden, um PC und Telefonie zu vereinen und die neuen Möglichkeiten in der Anwendung zu realisieren. Dies haben wir zu Beginn mit TAPI realisiert.“

 

Susanna: „Kannst du dich noch an euren ersten Kunden erinnern?“

Stefan: „Woran ich mich noch gut erinnern kann, war die erste Bestellung eines Großhändlers, der heutigen Allnet. Das war am 28.7.1997 und natürlich für uns eine tolle Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Damals kamen die Kunden übrigens noch zu uns in die Wohngemeinschaft und haben nach ihrer Produktschachtel gefragt. Das ist heute natürlich vollkommen anders, aber für unsere Kunden und Partner steht immer noch jeder Zeit die Tür zur estos Zentrale offen.“

 

 

 

Susanna: „Würdet ihr, rückblickend, heute etwas anders machen?“

Stefan: „Nein. ich denke, wo wir heute stehen ist die logische Konsequenz aus dem, was wir über all die Jahre langsam aufgebaut haben. Am Anfang waren wir wirklich nur eine Wohngemeinschaft, die erkannt hat, was durch das Zusammenrücken von PC und TK zukünftig möglich sein wird. Diese potentiellen Chancen haben wir, auf Grund unserer persönlichen Faszination verfolgt und immer weiter vorangetrieben. Tagein, tagaus haben wir uns mit unseren Produkten beschäftigt, an ihnen gefeilt und getüftelt. Ohne diese technische Faszination wäre estos nicht da, wo es heute ist. Und das wir damals das Ganze in einer gemeinsamen Wohnung gestartet haben und uns rund um die Uhr mit den Ideen auseinandergesetzt haben, hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen. Eigentlich haben wir die Start-Up Kultur von heute schon in den 90ern gelebt.“

 

Susanna: „Nochmal zu den Kunden. Heute läuft ja bei uns viel über Partner und das Internet. Aber wie habt ihr denn zu Beginn die ersten Kunden gewonnen?“

Stefan: „Auf Messen. Wir waren schon im ersten Jahr mit einem kleinen Stand auf der CeBIT. Die CeBIT war damals wie heute die größte Messe für Informationstechnik und hatte Ende der 90er regelmäßig bis zu 700.000 Besucher. Für uns war das die perfekte Gelegenheit, unsere innovativen Produkte dem geeigneten Publikum zu präsentieren und gleichzeitig neue Ideen zu gewinnen und mit anderen über die technische Umsetzung unserer Produkte zu diskutieren.  Für uns als Produkthersteller war es von großer Bedeutung, uns mit denen auszutauschen, die unter Verwendung unserer Produkte Lösungen für Kunden entwickelten. Die CeBIT dauerte damals noch acht Tage, für uns bedeutete das: Jeden Tag vollen Einsatz zeigen. Denn nur dort konnten wir derart viele Kontakte knüpfen und wertvolle Beziehungen aufbauen. Für die neuen Chancen, die sich durch die CeBIT ergaben war eine Woche wenig bis kein Schlaf nur ein kleines Opfer, das wir gerne erbracht haben.“